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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Die Wahrheit über die Nibelungen, Quellen

Attilas Ende

Jordanes, Gotengeschichte 79

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    (Attila) hatte sich, wie der Geschichtsschreiber Priskus berichtet, zur Zeit seines Todes ein Mädchen von sehr großer Schönheit, namens Ildiko, nach unzähligen Frauen, wie es bei jenem Volke Sitte war, zur Gattin gesellt. Als er sich nun bei der Hochzeit einer allzugroßen Fröhlichkeit hingegeben und dann schwer von Wein und Schlaflust sich rücklings niedergelegt hatte, erstickte ihn der Blutstrom, der sich ihm häufig aus der Nase ergoß, als ihm der gewohnte Ausgang versperrt war, dadurch, daß er sich den todbringenden Weg in den Schlund bahnte. So brachte dem kriegsberühmten Könige seine Trunkenheit ein schmähliches Ende. Als am folgenden Morgen bereits ein großer Teil des Tages verstrichen war, argwöhnten die königlichen Diener ein trauriges Ereignis. Nachdem sie ein lautes Geschrei erhoben, erbrachen sie die Tür und fanden den Attila tot ohne Wunde infolge des Blutsturzes, das Mädchen aber mit niedergeschlagener Miene und verhülltem Haupte weinend.    

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Historiker des deutschen Altertums 123

 

Datum: 1994 /2006

Aktuell: 29.12.2010