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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Die Wahrheit über die Nibelungen, QuellenDie Ermordung Sigiberts |
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1. Sigebert Gregor von Tours 2,40 Als aber Chlodowech nun seinen Sitz zu Paris hatte, schickte er heimlich zum Sohne des Sigibert und sprach: "Siehe dein Vater ist alt, schwach zu Fuß und hinkt. Stürbe er, so würde dir sein Reich und unsere Freundschaft mit Recht zu Theil werden." So wurde jener zur Herrschsucht verlockt und sann darauf, wie er den Vater tödtete. Und da dieser einst Köln verließ und über den Rhein ging um im Buchonischen Walde umherzuschweifen, als er da um Mittag in seinem Zelte schlief, kamen gedungene Mörder über ihn, und sein Sohn ließ ihn tödten, um selbst die Herrschaft an sich zu reißen. Aber Gott ist gerecht, und er fiel selbst in die Grube, die er seinem Vater schändlich gegraben hatte. Er schickte nehmlich alsbald Boten an König Chlodovech und ließ ihm den Tod seines Vaters melden. Die sprachen: "Mein Vater ist todt, und sein Reich und seine Schätze sind mein. Sende Etliche von deinen Leuten zu mir, und willig will ich dir schicken, was dir von den Schätzen meines Vaters gefällt." Jener aber sprach: "Dank für deinen guten Willen! Wenn unsere Leute zu dir kommen, so zeige ihnen, ich bitte Dich, nur Alles, du magst es dann selbst behalten." Und da sie kamen, öffnete er ihnen den Schatz seines Vaters. Als sie nun Dies und Jenes in Augenschein nahmen, sagte er: "In diesen Kasten pflegte mein Vater seine Goldstücke zu legen." "Stecke doch einmal deine Hand hinein bis auf den Boden, sagten sie, damit du uns Alles zeigst." Er that dies und beugte sich tief. Da aber erhob Einer den Arm und hieb ihm mit der Axt in den Hirnschädel. So traf ihn dasselbe Loos, was er ruchlos seinem Vater bereitet hatte. 2. Sigibert I. Gregor von Tours 4,51 Sigibert drang, nachdem er die Städte genommen hatte, die diesseits Paris lagen, bis nach Rouen vor, und wollte jene Städte den Feinden zur Plünderung überlassen, aber die Seinigen verhinderten ihn, dies zu thun. Darauf kehrte er zurück und zog in Paris ein. Hier kam auch Brunichilde zu ihm mit ihren Kindern. Alsbald schickten dann auch die Franken, die einst Childebert zu ihrem Herrn gehabt hatten, eine Gesandtschaft an Sigibert und luden ihn ein, er möchte zu ihnen kommen, sie wollten Chilperich absetzen, und ihn zum König über sich erheben. Er aber schickte, da er das hörte, Leute ab, die seinen Bruder in der genannten Stadt belagern sollten, auch wollte er selbst sich dorthin begeben. Der heilige Bischof Germanus sprach aber zu ihm: "Gehst du fort und trachtest deinem Bruder nicht nach dem Leben, so wirst du lebend und siegreich heimkehren, wenn du aber andre Gedanken im Sinne hegst, so wirst du selbst umkommen. Denn so spricht der Herr durch Salomon: "Wer seinem Bruder eine Grube macht, der wird darein fallen."" Aber Sigibert versäumte es nach unserer Sünden Schuld, auf diese Worte zu achten. Und als er nach dem königlichen Hofe kam, der Vitry genannt wird, sammelte sich um ihn das ganze Heer der Franken, hob ihn auf den Schild und erwählte ihn sich zum König. Es drängten sich aber zwei Dienstleute, die waren von Fredegunde berückt, an ihn, gleich als ob sie ihm eine Sache vorzutragen hätten, und stießen ihm in jede Seite ein tüchtiges Messer - Scramasax, wie man es zu nennen pflegt - das in Gift getaucht war. Da schrie er laut auf, stürzte zusammen und hauchte nicht lange danach den letzten Athem aus. Gregor von Tours 6,31 Chilperich: "In vielen Dingen schon hat mein Bruder [Gundhramn] schwere Schuld auf sich geladen. Denn wenn mein Sohn Childebert gründlich die Sache untersucht, wird er leicht entdecken, daß sein Vater [Sigibert] auf heimlichen Antrieb meines Bruders ermordet ist." Gregor von Tours 7,26 Ueber die von Tours und Poitiers wurde Ennodius zum Herzog gesetzt. Berulf, der zuvor an der Spitze dieser Städte gestanden hatte, war nehmlich wegen des Schatzes König Sigiberts, den er heimlich bei Seite geschafft hatte, sammt seinem Genossen Arnegisil in Verdacht gerathen. |
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Quellensammlung zur mittelalterlichen Geschichte |
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Datum: 1994 /2006 Aktuell: 29.12.2010 |
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