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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Die Wahrheit über die Nibelungen, StoffgeschichteDer fast unverwundbare Held |
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Nach der deutschen Überlieferung (Nibelungenlied, Thidreksaga, Hürnen Seyfrid) badet Siegfried im Drachenblut und erwirbt damit Unverletzlichkeit – bis auf eine Stelle auf dem Rücken, auf die ein Lindenblatt gefallen ist. Genau an der Stelle trifft ihn dann Hagens Speer. Wagner hat dieses Motiv - psychologisch geschickt - durch die Furchtlosigkeit des Helden ersetzt. In der Schlacht unverwundbar zu sein, ist wohl der Traum jedes Soldaten und von dem einen oder anderen hat man auch geglaubt, er sei durch einen Zauber oder die Kraft des Bösen gegen den Schlachtentod "gefeit". Tatsächlich wird es, wie Wagner richtig vermutet, die Furchtlosigkeit gewesen sein, die dem Helden diesen legendären Ruf eingebracht hat. Denn der Ängstliche ist auch im zivilen Leben größeren Gefahren ausgesetzt als jemand, der selbstsicher an eine Sache herangeht. Antike Parallelen: 1. Kyknos,ein Sohn Poseidons und mit den Trojanern verbündet, war an seinem ganzen Leib hart wie Eisen. Achilleus tötete ihn, indem er ihn erwürgt. [1] Neben dieser direkten Parallele gibt es noch zwei indirekte: 2. AchilleusSeine Mutter Thetis wurde bei dem Versuch gestört, das
neugeborene Kind unsterblich zu machen. So bleibt er an einer Stelle, an der
Ferse verwundbar, und genau da trifft ihn Apollos Pfeil. 3. Simsoner biblische Held ist mit einer
wunderbaren Kraft ausgestattet, die daran gebunden ist, dass er das Leben eines
Gottgeweihten führt und seine Haare frei wachsen lässt. Unvorsichtig teilt er
seiner Geliebten sein Geheimnis mit, die verrät es an seine Feinde, die
Philister. Er wird von ihnen im Schlaf überwältigt geschoren und zum Sklaven
gemacht. [2] |
[2] Richter 13-16 |
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Datum: 1994 /2006 Aktuell: 29.12.2010 |
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