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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Die Wahrheit über die NibelungenDie Rächerin |
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Nach der wahrscheinlich
ursprünglichen nordischen Version tötet Gudrun ihren Gatten, der ihre Brüder
umgebracht hat. Das Nibelungenlied stellt die Sache aber ganz anders dar: Kriemhild tötet eigenhändig den Mörder ihres ersten Mannes und nimmt in Kauf, dass ihre Brüder auch umkommen. Eine ähnliche Geschichte erzählt bereits Apuleius (1er-Jahrhundert) in seinen Metamorphosen 8,1-14: »Ein Mädchen namens Charite wird von zwei Männern umworben, dem Schurken Thrasyllus und dem anständigen Tlepolemus. Tlepolemus bekommt sie zur Frau und sein Rivale sinnt auf Ehebruch. Da bietet sich die Gelegenheit: Bei einer Jagd weiß es Thrasyllus so einzurichten, dass Tlepolemus von einem Eber angegriffen und schwer verletzt wird, und verwundet ihn zusätzlich mit der Lanze. Der Tote offenbart sich seiner Gattin und berichtet von dem Mord. Thrasyllus wirbt immer unverschämter um die Witwe. Sie geht zum Schein darauf ein, betäubt den Schurken im Schlafzimmer mit Wein und sticht ihm die Augen aus. Dann geht sie zum Grab ihres Gatten und ersticht sich mit dem Schwert. Der Übeltäter findet zum Grab, sperrt sich darin ein und hungert sich zu Tode.« Dies ist gewiss nicht die Vorlage der Nibelungenversion – dazu sind die Unterschiede zu groß – aber doch ein ähnliches Motiv: eine tapfere Frau rächt den Tod ihres Gatten. |
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Datum: 1994 /2006 Aktuell: 29.12.2010 |
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