|
Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Die Wahrheit über die Nibelungen, TexteDie Herkunft der Franken aus Troja |
Email:
|
||
|
Die Trojaner irrten in der Welt lange umher auf der Suche nach einem Wohnsitz, bis Helenus, der Besiegte. die Witwe des kühnen Hektor zur Frau nahm, mit der er in Griechenland seiner Feinde Reich in Besitz nahm. Sie erbauten dort ein [neues] Troja, das man noch lange später sehen konnte. Antenor war [schon] früher weggefahren, als er merkte, daß Troja untergehen würde. Der gründete uns die Stadt Padua bei dem Fluss Timavus. Äneas erkämpfte sich Welschland: Dort, wo er eine Sau mit dreißig Ferkeln fand, erbaute er die Stadt Alba, von wo aus später Rom gegründet wurde. Franko ließ sich mit den Seinigen ganz in der Ferne am Rhein nieder. Dort erbauten sie damals mit Freuden ein kleines Troja.[1] Den Bach nannten sie Sante [2] nach dem Fluss ihrer Heimat. Den Rhein nahmen sie statt des Meeres. Dort wuchs seitdem das fränkische Volk. Es wurde Caesar ganz untertan; dennoch bereiteten sie ihm Sorgen. Annolied 23 übersetzt Eberhard Nellmann (Reclamausgabe) |
[1] "Gemeint ist Xanten. Aus der antiken 'Colonia Traiana' (2. Jh.) wurde sehr früh 'Colonia Trojana'. Im 11. Jh. ist 'Troja' eine gültige Bezeichnung für Xanten: Erzbischof Hermann II. von Köln ließ Münzen schlagen mir dem Bild der Xantener Kirche und der Unterschrift 'SCA TROIA' (= Sancta Troja)." (Eberhard Nellmann, Kommentar) [2] Das antike Troja lag am Fluss Xanthos, der ins Meer mündete. Der heutige Name der Colonia Traiana, hieß mhd. ze Santen (Nibelungenlied 2,1), von lat ad Sanctos 'bei den Heiligen' (gemeint sind die Gräber im Xantener Dom). Die heutige Schreibung Xanten möglicherweise in Anlehnung an den Fluss von Troja. |
|||
|
|
|
|
Datum: 1994 /2006 Aktuell: 29.05.2011 |
|