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erweiterte
Nachdichtung des Alten Atlilieds, 11er oder 12er Jahrhundert ohne wesentliche
Neuerungen. Es fehlt das Motiv des Schatzes und des Schlangenhofs.
Atli, Gudruns Mann, lädt Gunnar und Högni zu einem Besuch
ein; Gudrun warnt ihre Brüder mit Runen, die aber von dem Boten Wingi gefälscht
werden. Högnis Frau wird aus den Runen nicht schlau, versucht aber ihren Mann
zu warnen. Auch haben Högnis und Gunnars Frauen Träume, die schlechte
Vorbedeutung haben. Gunther schlägt schließlich alle Warnungen in den Wind: Die Reise
ist
beschlossen.
Sie brechen zu Schiff auf, nehmen Abschied und kommen an Budlis Hof an. Nun
versucht Wingi, die Brüder zu warnen, wird aber erschlagen. Statt einer
Begrüßung gibt's feindselige Worte und es kommt zu einen
Kampf, noch bevor sie den Hof betreten können. Gudrun kommt heraus und begrüßt
ihre Brüder freundlich, warnt sie nochmals und ergreift mit dem Schwert Partei
für ihre Brüder. Sie erschlagen neunzehn von dreißig Kriegern Atlis, verlieren
aber auch drei Leute.
Nun ergreift Atli das Wort, zieht Bilanz und befiehlt seinen Mannen, Högni das
Herz aus dem Leib zu schneiden und Gunnar an den Galgen zu hängen. Högni bleibt
gelassen und fordert Atli auf, zu tun, wie's ihm gefällt. Atlis Verwalter will
verhindern, dass Högni stirbt und statt dessen Atlis feigen Koch Hjalli töten lassen. Aber
Högni setzt sich für den Koch ein und lacht, während er ermordet wird. Gunnar
dagegen spielt Harfe mit den Zehen
[wohl weil er gefesselt ist] und stirbt.
Atli sagt Gudrun, dass ihre Brüder tot sind und dass sie daran schuld sei.
Gudrun tut so, als gebe sie sich geschlagen, plant aber Rache. Sie ruft ihre
Söhne, erklärt ihnen, dass sie sie töten will. Die nehmen das gelassen hin und
lassen sich die Kehlen durchschneiden. Gudrun macht aus den Schädeln
Trinkschalen, aus denen Atli das Bier mit dem Blut seiner Söhne trinkt, und gibt
ihm ihre Herzen zu essen. Dann sagt sie ihrem Mann, was sie getan hat.
Es kommt zu einem heftigen Streit. Beide wollen einander töten. Gudrun und ein
Sohn Högnis erschlagen Atli im Schlaf. Der sterbende Mann hält Gudrun vor, sie
sei eine harte Ehefrau gewesen. Gudrun kontert, er sei ein Schwächling gewesen,
der nicht kämpfen wollte.
Gudrun will sich selbst töten, bleibt aber dann doch am Leben.
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