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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Die Wahrheit über die Nibelungen, Edda

Snorris Edda

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Der isländische Politiker und Gelehrte Snorri Sturluson (1179-1241) hat in seinem Buch "Edda" nicht nur die Regeln für die Dichtkunst zusammengefasst, sondern auch eine Menge Material aus Mythologie und Sage überliefert, darunter auch eine gute Zusammenfassung der Nibelungensage [1]

Die Asen Odin, Loki und Hönir haben aus Versehen Otter, den Sohn Hreidmars, getötet, der die Gestalt eines Fischotters angenommen hatte. Der Vater fordert als Lösegeld den Balg des Otters voll Gold.
Odin fängt den Schwarzalben Andwari, der die Gestalt eines Fisches hat, und zwingt ihn, sein Gold herzugeben. Dazu gehört auch ein Ring, der die Fähigkeit hat, den Reichtum zu vermehren. Andwari möchte den Ring behalten und belegt ihn mit einem Fluch, weil er auch ihn hergeben muss.
Odin möchte selbst den Ring behalten. Da aber das mitgebrachte Gold nicht ausreicht, muss er den Ring dazulegen und bestätigt den Fluch: Der Ring und das Gold sollen ihrem Besitzer den Tod bringen.
Hreidmars Söhne Fafnir und Regin möchten auch ihren Anteil am Gold, bekommen aber nichts. Sie erschlagen ihren Vater. Nun weigert sich Fafnir zu teilen und droht Regin zu ermorden. Regin flieht. Fafnir geht auf die Gnitaheide, verwandelt sich in einen Drachen und legt sich auf das Gold.
Regin flieht nach Thjod
[2] zu König Hjalprik [3], arbeitet bei ihm als Schmied und nimmt den Königssohn Sigurd in Pflege. Er erzählt ihm von Fafnir und fordert ihn auf, das Gold zu holen. Er schmiedet ihm das Schwert Gram und geht mit ihm auf die Gnitaheide. Sigurd hebt eine Grube aus, verbirgt sich drin und ersticht den Drachen.
Regin bittet Sigurd, das Herz Fafnirs zu braten, trinkt dessen Blut und legt sich schlafen. Sigurd verbrennt sich den Finger, steckt ihn in den Mund und versteht nun die Sprache der Vögel, die ihm raten, Fafnir zu töten. Sigurd erschlägt ihn und holt sich mit dem Pferd Grani das Gold.
Beim Weiterreiten findet Sigurd in einem Haus eine schlafende Frau mit Helm und Brünne. Sigurd schneidet das Kettenhemd auf. Die Frau erwacht und erklärt, sie heiße Hild = Brynhild und sei eine Walküre.
Dann geht Sigurd zum Hof Gjukis, hält sich dort lange auf und heiratet dessen Tochter Gudrun.
Gunnar will Atlis Schwester Brynhild heiraten. Die hat aber gelobt, nur den zum Mann nehmen, der es wagt, durch die Waberlohe zu reiten. Gunnars Pferd traut sich nicht. Da tauscht Sigurd mit Gunnar die Gestalt und reitet durch das Feuer. Er teilt mit Brynhild das Lager, legt aber sein Schwert dazwischen, gibt ihr am Morgen den Ring Andwaris und nimmt einen Ring von ihr. Sigurd und Gunnar wechseln wieder die Gestalt und ziehen mit der Braut heim.
Brynhild und Gudrun wollen im Fluss die Haare bleichen und geraten in Streit, wer den edleren Mann habe. Gudrun brüstet sich. dass Sigurd Fafnir und Regin getötet habe, Brynhild meint aber, Gunnar und nicht Sigurd habe gewagt, durch die Waberlohe zu reiten. Gudrun beweist, dass Brynhild Sigurds Ring trägt.
Brynhild stiftet Gunnar und Högni an, Sigurd zu töten. Die sind aber durch Eide gebunden. Also muss ihr Stiefbruder Gotthorm die Bluttat begehen. Er ersticht den schlafenden Sigurd mit dem Schwert. Der wirft mit seinem Schwert nach dem Mörder und durchschneidet ihn. Auch der dreijährige Sohn Sigmund muss sterben.
Brynhild begeht Selbstmord. Gunnar und Högni teilen sich den Schatz.
Brynhilds Bruder Atli nimmt Gudrun zur Frau und lädt Gunnar und Högni zu einem Besuch ein. Vor ihrer Abreise verbergen sie das Gold im Rhein.
Am Hof Atlis kommt es zu einem Kampf zwischen seinen Leuten und den Gästen. Atli lässt Högni das Herz aus dem Leib schneiden und Gunnar in den Schlangenhof werfen. Gunnar bekommt insgeheim eine Harfe gereicht. Er spielt sie mit den Zehen, weil die Hände gefesselt sind. Die Schlangen schlafen ein, außer einer Natter, die frisst sich durch seine Brust und beißt in die Leber, so dass Gunnar stirbt.
Gudrun tötet ihre Söhne und gibt Atli deren Blut in den mit Gold verkleideten Schädeln und die gebratenen Herzen und überschüttet ihn mit bösen Worten. Gudrun und ein Sohn Högnis töten Atli, während er schläft, und zündet die Halle an.

Gudrun will sich im Meer ertränken, wird aber ins Land des Königs Jonak getrieben, der sie heiratet. Sie haben die Söhne Sörli, Hamdir und Erp.
Sigurds Tochter Svanhild wächst bei ihnen auf. König Jörmunrek schickt seinen Sohn Randwer, der um Svanhild werben soll. Jarl Bikki aber meint, Randwer und Svanhild sollten heiraten.
Sobald Jörmunrek das erfährt, lässt er Randwer an den Galgen hängen und überrennt Svanhild mit seinen Pferden.
Gudrun fordert ihre Söhne auf, Jörmunrek zu töten. Die geraten unterwegs aneinander und töten Erp. Als sie sich über den schlafenden Jörmunrek hermachen, wacht er auf und ruft um Hilfe. Da die Rächer so fest gepanzert sind, dass ihnen Waffen nichts anhaben können, werden sie gesteinigt. Damit waren alle Nachkommen Gjukis tot.

   

 

[1] Die Sprache der Dichtkunst 39-41

 

 

 

 



 

[2] Deutschland?
[3] Königsname Chilperich

 

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Datum: 1994 /2006

Aktuell: 29.12.2010