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Bohnenleier,
Holz, zum Zerkleinern von grünen Bohnen, die eingemacht werden sollen.
Kaffeemühle:
Die Kaffeebohnen wurden mit der Kaffeemühle von Hand gemahlen, in der Kanne
mit heißem Wasser überbrüht und dann nach kurzem Ziehen durch ein
Seihchen
in die Tasse gegossen. Die Kaffeemühle war so populär, dass man statt "im
Uhrzeigersinn" sagte "wie die Kaffeemühle".
Kessel:
Der große Kessel war in einen steinernen Herd eingebaut und diente als
Heißwasserbereiter für die Wäsche und die Badebütte, fürs Schlachtfest, zum
Latwergekochen usw.
Kleinere Mengen Heißwasser wurden ständig ohne zusätzlichen Aufwand auf dem
Herd im Schiff bereit gehalten.
Latwergerührer.
Latwerge
(Zwetschgenmus) wurde stundenlang in einem großen Kessel mit Zucker gekocht
und dabei mit dem großen Rührer umgerührt. Latwerge dient als Brotaufstrich.
Reiserbesen
Wiegemesser
zum Kleinschneiden von Kräutern.
Ein Ständer ist ein
großer, "stehender" Topf.
Krautständer
zur Herstellung und Lagerung von Sauerkraut. Dazu wird Weißkraut mit dem
Krauthobel geschnitten und zusammen mit Salz in dem Ständer eingestampft,
mit Brettchen und Steinen beschwert und Tüchern abgedeckt. Durch
Milchsäuregärung entsteht Sauerkraut.
Krauthobel
zum bequemen Schneiden vom Weißkraut direkt in den Krautständer.
Krautstämpfel
zum Einstampfen von Weißkraut im Krautständer.
Gießkanne
in Handarbeit von einem Spengler aus verzinktem Blech gemacht.
Der Bender oder Küfer stellte hölzerne Gefäße her (Fässer, Bottiche, Zuber).
Er fügte die hölzernen Dauben durch eiserne Reifen zusammen und passte die
hölzernen Böden ein.
Fässchen.
Lakefass
und Fleischständer zum Einpökeln von Schinken. Der Rohschinken wird
eine Zeitlang in Lake (Salzwasser) eingelegt, dann in einem Leinensack an
der Luft getrocknet und dann anschließend geräuchert.
Obstkelter
vor allem für Apfelwein. Die Äpfel werden gewaschen, kleingehäckselt und in
die Kelter gefüllt. Dann legt man die Hölzer drauf und drückt sie mit der
Spindel auf das Keltergut. Unten läuft der Saft raus, wird aufgefangen und
weiterverarbeitet. Die ausgepressten Rückstände (Treber) dienen als
Viehfutter.
Korbflasche
zum Herstellen von Obstwein. Das mit Wasser gefüllte S-Röhrchen verschließt
die Flasche luftdicht und lässt trotzdem das Kohlendioxid entweichen, das
bei der Gärung entsteht.
Steinzeugtöpfe.
Vor der Erfindung
der Waschmaschine musste die Wäsche von Hand gewaschen werden. Im großen
Kessel wurde Wasser heiß gemacht, die Wäsche in einem Bottich (Zuber) oder
einer Zinkwanne (Brenk) eingeweicht, mit einem Wäschlöffel umgerührt und
dann auf dem Wäschbrett (Rubbelbrett, Wäschreibe) der Schmutz ausgerieben.
Dann wurde die Wäsche in klarem Wasser gespült, von Hand ausgewrungen und
zum Trocknen auf die Leine gehängt. Ein Tagesprogramm für die Hausfrau!
Wassereimer:
Damit holte man heißes Wasser, das im großen Kessel zubereitet wurde.
Wäschbrenk
Wäschbrett
(Rubbelbrett, Wäschreibe): Man stellte es in die Wäschbrenk und rieb darauf
mit Wäschmittel und Bürste den hartnäckigen Schmutz aus, der durch
Einweichen nicht zu beseitigen war.
Wäschlöffel
von Persil, zum Umrühren der eingeweichten Wäsche und zum Herausheben
einzelner Wäschestücke aus dem heißen Wasser.
Waschestämpfel:
Damit wurde die eingeweichte Wäsche gestampft. Durch das Niederdrücken wird
die Wäsche gewalkt und gleichzeitig Luft bzw. Sauerstoff aus der Glocke ins
Wasser gepresst, was den Reinigungsprozess unterstützt.
Wäscheschleuder
mit Kurbel.
Futterzubereitung
Die Schweine wurden
mit im Dämpfer gekochten Futterkartoffeln gefüttert, die mit
Kartoffelleier oder Kartoffelstampfer zerkleinert und mit Kleie und
anderem vermischt wurden.
Die Kartoffeln mussten vorher gewaschen werden. Sie wurden in einen
Wasserbehälter geworfen, umgerührt und mit dem korbartigen
Kartoffelwäscher wieder herausgeholt.
Kartoffelwäscher
Kartoffelleier, -
quetsche
Säueimer (Futtereimer)
Seit Anfang der
30er Jahre vermarkten die Landwirte die Milch nicht mehr selbst, sondern
liefern sie an die Molkerei ab. Vorher machte jeder Hof Butter und Käse
selbst.
Melkschemel (Melkstühlchen):
Vor der Erfindung der Melkmaschine wurden die Kühe von Hand gemolken. Wenn
man die Zitzen am Euter massiert, sondert das Euter Milch ab, die in einem
Eimer gesammelt wird. Die Bäuerin (früher auch die Magd oder in großen
Betrieben der Schweizer) saß dabei auf dem Melkschemel.
Milchkanne:
Damit wurde bis vor kurzem die Milch vom Hof zur Sammelstelle gebracht.
Jetzt sammelt man sie in großen Kühlbehältern am Hof, wo sie direkt von der
Molkerei abgeholt wird.
Butter:
Für die Butterherstellung benutzte man ein Butterfass, in dem durch Stoßen
oder Schleudern aus dem abgeschöpften Rahm Butter gewonnen wurde. Das im
Rahm enthaltene Milchfett klumpt sich dabei zusammen. Ähnlich machen wir's
heute mit Schlagsahne.
Butterleier:
Ähnlich wie beim Sahneschlagen wird hier die Butter durch schnelles Umdrehen
der hölzernen Flügel im Fass gewonnen.
Käse:
Wenn Milch sauer wird, klumpen sich die Eiweißstoffe zusammen. Dann haben
wir Dickmilch. Wenn man sie in ein Tuch gießt, fließt Molke ab, der
Rückstand im Tuch ist Schmierkäse (Quark).
Wenn man diesen noch weiter entwässert, zu Laiben formt und stehen lässt,
entsteht durch einen Reifungsprozess Handkäse.
Für andere Käsesorten lässt man die Milch durch Lab gerinnen, das aus dem
Kälbermagen gewonnen wird.
Presse
für Schmierkäse (?), wurde wahrscheinlich benutzt, um die Molke aus der
Dickmilch herauszudrücken.
Holz spielte in der
Landwirtschaft eine größere Rolle als heute: Holz war
-
Energieträger
(Brennholz)
-
Baumaterial
(Zimmerholz)
-
Werkstoff, auch
da, wo wir heute Metall oder Kunststoff verwenden.
Vorteile gegenüber
anderen Rohstoffen: Holz wächst immer wieder nach. Hölzerne Geräte können
leicht selbst repariert werden.
Das aus dem Wald
besorgte Brennholz (Stämme und Wurzelstöcke) wurde quer zur Faser mit der
Trummsäge geschnitten und längs zur Faser mit Axt, Keilen und Schlägel
gerissen. Dieses grob zerkleinerte Holz wurde dann mit dem Beil auf dem
Hackklotz gehackt und musste einige Jahre lagern und trocknen, bis man es
verbrennen konnte. Später ließ man den Holzschneider kommen, der mit einer
fahrbaren Motor-Bandsäge die grobe Arbeit übernahm.
Rodhacke zum Aus- und Abhacken von Wurzeln, vor allem im Wald (roden
'alle Bäume, Sträucher usw. auf einem Grundstück beseitigen').
Handgeschmiedete Axt:
Das Blatt besteht aus zwei Teilen:
Der hintere Teil ist aus gewöhnlichem Eisen; die Schneide aus gehärtetem
Stahl wurde an den hinteren Teil angeschmiedet.
Das Loch für den Helm wurde aus dem glühenden Eisen herausgeschlagen. Die
Axt verwendet man beim Holzfällen zum Hauen einer Kerbe und beim
Holzzerkleinern zum Herstellen eines Risses, in den der Keil eingesetzt
wird.
Schlägel:
Holzhammer zum Eintreiben von Keilen. Der dünne, federnde Stiel erhöhte die
Schlagkraft. Die Reifen sollen verhindern, dass das Holz des Schlägelkopfs
splittert.
Eisenkeil
zum Reißen und Spalten von großen Holzblöcken. Man hieb mit der Axt einen
Riss in das Holz und trieb es dann mit Keilen und Schlägel auseinander.
Hippe:
Hackmesser zum Zerkleinern von Ästen auf den Hackklotz.
Beil zum
Holzspalten und vielen anderen Arbeiten, eins der urtümlichsten Geräte.
Sägen
Trummsäge
zum Fällen von Bäumen und zum Zerschneiden großer Brennholzblöcke.
Großer
Fuchsschwanz: Handsäge
Bogensäge
zum Schneiden von Brennholz. Das Sägeblatt wird durch den elastischen
Metallbogen gespannt.
Sägbock zum
Festhalten der Stämme, die zu Brennholz geschnitten werden sollen. |