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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Katalog 5

Landwirtschaftsausstellung

des Geschichtsvereins Georgenhausen, Zeilhard und Spachbrücken, 14.-16.03.1992

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Katalog 1

Ackerbau

Bodenbearbeitung

Katalog 2

Düngen

Körner-Frucht

Aussaat

Mähen

Katalog 3

Getreideernte

Futtergewinnung

Kartoffelanbau

Rüben

Tabak

Katalog 4

Hauswirtschaft

Geräte für den Haushalt

Waschtag

Gefäße

Viehwirtschaft

Futterzubereitung

Milchwirtschaft

Holz

Brennholz

Katalog 5

Werkzeuge

Holzbearbeitung

Bohren

Schreiner und Zimmermann

Sägen

Schlosser

Schuster

Waagen

Sonstiges

Katalog 6

Fuhrwerk

Wagen

Geschirr

 

 

 

Werkzeuge

Der Landwirt ist nicht nur Agrarfachmann, sondern muss die meisten anfallenden Arbeiten auf dem Hof selbst erledigen können. Dazu braucht er auch heute eine vielseitige Werkstatt.

Da es früher auf dem Dorf noch nicht so viele Einkaufsmöglichkeiten gab, war jeder Bauer im wesentlichen Selbstversorger, dem nur wenige örtliche Handwerker zur Seite standen (z. B. der Dorfschmied).

Holz und Eisen:

Erst seit dem 18-erJahrhundert kann man mit Hilfe von Steinkohle in großen Mengen Eisen und Stahl erzeugen und Geräte bauen, die ganz aus Eisen sind. Vorher war Eisen teuer; man verwendete es nur, wo es unumgänglich war: für Beschläge, Reifen, Schneidewerkzeuge. Die übrigen, weniger beanspruchten Geräteteile waren aus Holz und konnten leicht selbst repariert werden.

Holz- und Eisenpflug nebeneinander dokumentieren die alte und neue Zeit.

Schleifstein

Holzbearbeitung

Schnitzbänk zum bequemen Festklemmen eines Stückes Holz, an dem gearbeitet werden soll. Der Schreiner benutzt dagegen eine Hobelbank.

Schnitzmesser zur Oberflächenbehandlung von Holz. Im Unterschied zum Hobel erlaubt das Schnitzmesser auch das Ausarbeiten gekrümmter und hohler Formen.

Bohren

Dollbohrer einfachstes Bohrermodell, für Zapfenlöcher in Holz.

Drillbohrer zum Vorbohren von Nagel- und Schraubenlöchern.

Gegen die Platte am Hinterende der beiden folgenden Maschinen kann man mit Brust oder Stirn Druck ausüben.

Bohrwinde: Einfache, aber wirkungsvolle Bohrmaschine.

Handbohrmaschine

Ständerbohrmaschine aus einer Schlosserei. Mit dem großen Rad bewegt man den Bohrer, mit dem kleinen bedient man den Vorschub.

Schreiner und Zimmermann

Hölzerne Schraubzwinge: Heute benutzt der Schreiner eiserne Zwingen, um Holzstücke zu fixieren oder festzuhalten.

Zimmermannsbeil (Stiel fehlt) zum Aushacken viereckiger Zapfenlöcher, die mit dem Stemmeisen nachgearbeitet wurden.

Vierkantholzhammer mit eingebrannten Initialen AP. Zum Einschlagen von Stemmeisen.

Hobel dienen zur Oberflächenbearbeitung von Holz (vor allem von Brettern).

Ein Doppelhobel hat ein doppeltes Eisen.

Schrupphobel mit runden Schneiden, zum Wegnehmen von Unebenheiten.

Schlichthobel mit gerader Schneide, zur endgültigen Formgebung.

Raubank zum exakten Bearbeiten ebener Oberflächen.

Zahnhobel mit gezahntem Eisen zum Aufrauen vor dem Furnieren.

Schiffshobel mit gebogener Sohle zum Ausarbeiten von Höhlungen.

Profilhobel zum Herstellen von Profilleisten.

Grundhobel zum Herstellen von Vertiefungen in Flächen.

Kehlhobel zum Herstellen von Kehlen an Holzleisten.

Lochbeitel zum Herstellen von Langlöchern, Zapfenlöchern.

Fitschbandeisen zum Anbringen von Fitschbändern (Scharnieren) an Türen und Fenstern.

Sägen

Spannsäge: Das Sägeblatt wird durch eine gedrehte Schnur gespannt. Mit breitem Sägeblatt für gerade Schnitte bei Brettern. Durch das drehbare Sägeblatt sind auch Längsschnitte möglich; das Sägegestell wird dabei seitlich am Holz vorbeigeführt.

Schweif-Spannsäge mit schmalem Sägeblatt für Kurvenschnitte.

Feilkloben zum Einspannen der Säge, wenn diese geschärft werden soll.

Dreikantfeile zum Schärfen der Sägezähne.

Schlosser

Lötkolben wurde im Feuer erhitzt; im Haushalt vor allem zum Flicken undichter Gefäße verwendet.

Schlosserwerkzeug

handgeschmiedete Durchschläge, Körner und Nietendöpper mit Nietmuster

Schraubenziehersatz, Zirkel, Holzhandbohrer

Maulschlüssel und Steckschlüssel

Schieblehre

Windeisen mit Gewindebohrer, Bohrer und Kegel-Handreibahle

Locheisen: Unterlage, um in Blech Löcher durchzuschlagen.

Hämmer

Zangen

Rohrzangen um 1920

Kneifzangen aus Beständen der Reichswehr

Wellenwasserwaage: Spezialwasserwaage zum Verlegen von Rohren.

Schuster

Beschädigte Schuhe warf man nicht fort oder ließ sie reparieren, sondern reparierte sie selbst.

Eisenleisten (Fußmodelle) als Amboss zum Festnageln der Sohlen mit Holznägeln, Eisenstiften oder Nägeln mit breiten Köpfen, die die Sohlen schützten. Diese Leisten wurden auf einen nicht mehr erhaltenen Ständer gesteckt.

Dreifuß mit verschiedenen Eisenleisten. Gängigstes Modell.

Kreuzförmiger Schusteramboss (Name unbekannt): Die Querstange wird auf die Oberschenkel gelegt, die Längsstange zwischen den Knien festgeklemmt.

Schusterhammer: Die breite, runde Bahn dient zum Klopfen des Leders, die schmale zum Nageln.

Stiefelknecht (Schuhknecht): Man klemmt den Absatz des einen Stiefels in die Kerbe, tritt mit dem anderen auf das Brettchen und zieht.

Waagen

Butterwaage: Das Gewicht der Butter wurde durch Verschieben des Stangengewichts bestimmt.

Dezimalwaage zum Wiegen von Säcken und ähnlich schweren Gegenständen. Da der eine Waagbalken zehnmal so lang ist wie der andere, braucht man nur ein Zehntel des tatsächlichen Gewichts, für 1 Zentner (50 kg) also nur 5 kg.

Tafelwaage: Diese wurde in einem großen Obstgarten zum Abwiegen von Obst benutzt.

Haushaltswaage mit Schiebegewicht. Wie schwer die Ware ist, lässt sich an der Skala ablesen. Umrüstbar als Babywaage.

Gewichte: Die Gewichtsteine wurden aus Eisen oder Messing gegossen und entsprachen nur ungefähr der Norm. Durch Zufügen von Blei in einem eigens vorgesehenen Loch wurden sie geeicht und erhielten damit das vorgeschriebene Gewicht.

Sonstiges

Baumkratze (dreieckig) zum Säubern von Baumstämmen, um Fäulnis und Baumkrebs zu verhindern.

Bucheckernsieb: Bucheckern (Bucheln), die Früchte der Buche, wurden für die Ölgewinnung gesammelt und mussten von den Schalenresten und anderem Unrat befreit werden.

Holzbrenneisen mit der Initiale AP zum Kennzeichnen von Eigentum. Die Initialen sind auf dem Vierkantholzhammer zu sehen.

Hufraspel, ein Werkzeug des Hufschmieds zum Anpassen des hornigen Pferdehufs ans Eisen.

Hufmesser: Der Pferdehuf ist auf der Unterseite hohl und unregelmäßig geformt. Mit dem Messer kann man die Innenseite säubern und beschneiden.

Hufeisen: Das Wildpferd läuft auf weichem Boden, das zahme Pferd dagegen vor allem auf harten Straßen. Dadurch werden die Hufe stärker beansprucht. Man schützt sie durch Hufeisen.

Knochenpresse zum Zerkleinern von Knochen, die an Hühner verfüttert werden sollen. Hühner haben wegen der Eier einen hohen Kalkbedarf.

Kringen (Kringel, Wisch) sind gepolsterte Ringe, die man auf den Kopf legte, wenn man Kopflasten trug. Kopflasten sind anatomisch sinnvoller als Schulter- oder Armlasten, weil sie senkrecht auf der Wirbelsäule ruhen und nicht so leicht zu Haltungsschäden führen.

Nussdarre auf der man Nüsse trocknete.

Patsche zum Kennzeichnen. Mit diesem Gerät (Name unbekannt) wurde Schlachtvieh gekennzeichnet. Das Tier erhielt damit vor seinem Abtransport einen Schlag aufs Hinterteil. Nach dem Schlachten waren die Initialen des Besitzers zu erkennen.

Seilrolle zum Hochziehen von Lasten.

Steingabel diente im Steinbruch auf dem Rossberg zum Aufnehmen von Schotter.

Tragjoch: Das Joch wurde über die Schultern gelegt, daran auf beide Seiten eine Last (z.B. Eimer) gehängt. Damit war das Gewicht ergonomisch auf Schultern und Rücken verlagert und die Hände und Arme entlastet.

Transmissionsrad, Holz übertrug die Kraft eines Motors durch einen Riemen auf eine stationäre Maschine.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schleifstein

Schnitzbänk

Schnitzmesser

Dollbohrer

Drillbohrer

Bohrwinde

Handbohrmaschine

Ständerbohrmaschine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werkzeug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schuster

 

 

Butterwaage

Dezimalwaage

Tafelwaage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hufeisen

Kringen

Kopflast

 

 

Tragjoch

 

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Übersicht

 

 

 

Datum: 1992 / 2007

Aktuell: 31.01.2011