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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Katalog 6

Landwirtschaftsausstellung

des Geschichtsvereins Georgenhausen, Zeilhard und Spachbrücken, 14.-16.03.1992

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Katalog 1

Ackerbau

Bodenbearbeitung

Katalog 2

Düngen

Körner-Frucht

Aussaat

Mähen

Getreideernte

Katalog 3

Futtergewinnung

Kartoffelanbau

Rüben

Tabak

Katalog 4

Hauswirtschaft

Geräte für den Haushalt

Waschtag

Gefäße

Viehwirtschaft

Futterzubereitung

Milchwirtschaft

Holz

Brennholz

Katalog 5

Werkzeuge

Holzbearbeitung

Bohren

Schreiner und Zimmermann

Sägen

Schlosser

Schuster

Waagen

Sonstiges

Katalog 6

Fuhrwerk

Wagen

Geschirr

 

 

 

Fuhrwerk

Wagen

Der Wagner stellte hölzerne Wägen her.

Pferdefuhrwerk: Die Pferde zogen mit Hilfe von Kummet und Strängen, die mit Sielscheit und Waage am Lenkschemel befestigt waren. Sie wurden vom Fuhrmann gelenkt durch die Zügel (Leinen) und eine eiserne Stange (Gebiss) im Maul. Sie wiederum lenken den Wagen mit Hilfe der Deichsel, die am Kummet befestigt war.

Wenn nur ein Pferd angespannt war, lief es auf der linken Seite als Reitergaul, weil man das Tier mit der rechten Hand führt und von der linken Seite aufsteigt. Das als Reitergaul ausgewählte Tier lief immer links. Fuhr man zweispännig, wurde ihm auf der rechten Seite ein Nebengaul zugesellt.

Radschablonen: Hilfsmittel beim Konstruieren der Radfelgen, die aus mehreren Teilen zusammengesetzt sind und durch einen eisernen Reifen zusammengehalten werden.

Handwagen

Wagenschild: Vorkriegsmodell (nachträglich angestrichen). Es entspricht dem Nummernschild am Auto.

Sielscheit und Waage: Mit den beiden ähnlich aussehenden Hölzern wurde die Zugkraft der Stränge auf den Wagen übertragen. Die Waage wurde am Lenkschemel der Vorderachse befestigt, daran an beiden Seiten die Sielscheite für die Stränge der beiden Zugtiere.

Windlöffel: Damit wurde eine Seilwinde am Erntewagen bedient, um den Wiesbaum festzuzurren, der das Ladegut (Heu, Getreide) sicherte. Die Winde wurde in zwei Löcher in den Holmen am Ende der Ernteleiter eingelegt.

Geschirr für Zugtiere

Für Pferde ist seit dem Mittelalter ein gepolsterter Ring, das Kumm(e)t gebräuchlich, das dem Pferd um den Hals gelegt wird, ohne die Atmung zu behindern. In neuerer Zeit wurde auch Rindern statt eines Jochs ein Kummet angelegt. An Joch und Kummet wurden die Deichsel zum Lenken und die Stränge zum Ziehen befestigt. Pferde tragen um den Kopf ein Halfter, an dem das Gebiss befestigt ist, welches das Tier im Maul hat. Daran hängt die Leine, mit der der Fuhrmann die Zugtiere lenkt. Zum Lenken dienen außerdem auch Zurufe:

  • hüa 'vorwärts'

  • huf 'rückwärts'

  • hoit 'rechts'

  • (h)aarr 'links'

  • hüü, brr 'halt'

sowie die Geißel (Peitsche).

Kuhkummet: Wegen der Hörner kann man der Kuh nur ein zweiteiliges Kummet anziehen, das mit einer Kette geschlossen wird.

Maulkorb wurde den Zugrindern angelegt, damit sie unterwegs nichts Unrechtes fraßen.

 

 

 

 

 

 

 

Pferdefuhrwerk

 

 

Handwagen

Wagenschild

Sielscheit und Waage

Reiter- und Nebengaul mit Kummet und Waage

Pferdekummet mit Unterkummet

Kuhkummet

Maulkorb

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Übersicht

 

 

 

Datum: 1992 / 2007

Aktuell: 29.12.2010