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Aussprache
gekennzeichnet mit dem
Internationalen Phonetischen Alphabet
Besonderheiten:
[ŕ]: /r/
ohne ɐ‑Vorschlag (geriebenes d)
[ʅ]:
/sch/ ohne Lippenrundung
A
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
aar:
Fuhrmannsruf "nach links"
-
Abredsel
['ɔbrɛ:dsɘl]:
grobe Dreschabfälle
-
Achsbalken:
Balken, an dem die Hinterachse befestigt ist
-
Achse
[ɔgs]:
Eisenstange, an der die Räder befestigt sind
-
Achsnagel:
Metallstift, der durch das Ende der Achse gesteckt wird, um das Rad
festzuhalten
-
Acker:
einzelnes Grundstück im Unterschied zum Feld
-
Ähre:
der obere Teil des Getreidehalms, an dem sich die Körner befinden
-
Ährnhaufen:
aufgestellte Garben (fraglich)
-
Ährnlesen:
auf dem abgeernteten Acker die übrig gebliebenen Ähren zusammenlesen (war
Armenrecht)
-
Amahd
['o:mɘd]:
zweite Grasernte im Spätsommer
-
Armvoll
['ɔ:ɐvɘl]:
(Art Maß, z.B. für Heu)
-
anschirren
[o'ʃɛɐn]:
Zugtieren das Zaumzeug anlegen
BILD
-
Axt
(mit langem Stiel, zum Holzfällen und Holzreißen)
BILD
B
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
Barch:
[baʅ , bag] kastrierter Eber
-
Barn
[bɔ:ɐn]:
unterer Teil der Scheuer neben der Tenne
-
Baumkratze:
dreieckiges Eisen mit Stiel zum Säubern von Baumstämmen
-
Beil
(mit kurzem Stiel, zum Holzspalten und groben Zurichten von Hölzern)
BILD
-
beschlagen
[bɘ'ʃlɔ:ɘ]: Pferden
die Hufeisen annageln
-
Beune:
Teil der Gemarkung (das Gartenland hinter den Häusern)
-
Bie:
Biene
-
Binder
['binɐ]: Mähbinder,
der das Getreide zugleich mähte und zu Boßen zusammenband. Er wurde durch
den Mähdrescher abgelöst.
-
Bindknebel
['bin-gne:vɘl]: Art
große Nadel zum schnelleren Binden der Getreidegarben
BILD
-
Bir
[be:ɐ]: Birne
-
Boßen
['bɔosɘ]: Bündel
Stroh
-
Brabanter
Pflug: großer, selbstführender Pflug
BILD
-
Brecheisen:
(zum Öffnen zugenagelter Kisten und zum Abheben der Wagenleiter)
-
breiten
[bra:n]: Mist auf dem Acker
verteilen
-
Bremsklotz
(aus Holz, wird mit einer Kurbel gegen die Vorderreifen gedrückt)
-
Brenk:
Wanne aus verzinktem Eisenblech
-
brr:
Fuhrmannsruf "halt!"
-
brühen:
-
Bulldogg:
altertümlicher Traktor
-
Buschel,
dafür später "Garbe":
-
Bund
Getreide
-
Butterfass:
Gefäß, in dem Butter gemacht wird
-
Butterleier: Schleuder zur Butterherstellung
BILD
-
Butterwaage
(zum Abwiegen von Butter)
BILD
C D
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
dämpfen
['dembɘ]: mit Hilfe
von Dampf kochen
-
Dämpfer
['dembɐ]: großer
Topf zum Futterkochen
-
Deichsel
['daesɘl]: :
Lenkstange am Pferdewagen
-
Deichselkette:
Kette, die Deichsel und Kummet verbindet
-
Dengelhammer:
Hammer zum Sensenschärfen
BILD
-
dengeln:
Sensen mit dem Hammer schärfen
BILD
-
Dengel(stock):
Art Amboss zum Sensenschärfen
BILD
-
Dezimalwaage
(zum Wiegen von Zentnerlasten. Die Gewichte wiegen nur ein Zehntel)
BILD
-
dippeln:
Rüben mit der Hacke vereinzeln
-
Dippelhacke:
Hacke, die beim Rübenvereinzeln benutzt wird
-
Distelstecher
(zum Ausstechen der langen Distelwurzeln)
-
dreschen
(Part. Pass.: gedreschen): Körner aus dem
Getreide schlagen
-
Drescher:
Saisonarbeiter, der beim Dreschen half
-
Dreschflegel
['drɛʃ-flejɘl]:
kurzer Knüppel, der mit einem Riemen an einer Stange befestigt ist, zum
Ausschlagen der Getreidekörner
BILD
-
Dreschgabel:
breite Gabel, zum Dreschen verwendet
-
Dreschmaschine:
Über Riemen angetriebene Maschine, die das eingefahrene Getreide auf dem
Hof drosch. Als Antrieb diente zuerst ein Lokomobil (fahrbare
Dampfmaschine), später ein Bulldogg. Sie wurde durch den Mähdrescher
abgelöst, der das Getreide gleich auf dem Acker drischt.
-
Dung:
Dünger; künstlich Dung: Kunst‑, Mineraldünger
E
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
Egge
[e:g, ɛeg]: rechteckiges
Gestell mit Zinken, das den Boden wie ein mehrteiliger Rechen bearbeitet,
aus Holz oder Eisen
BILD
-
eichen:
ein Maß oder Gewicht der Norm anpassen
-
Elle
[e:l]: Längenmaß (12 m)
-
Erne
[ɛ:ɐn]: Ernte, besonders
Getreideernte, Erntezeit
-
Ernrechen:
Rechen, der nach der Ernte über den Acker gezogen wurde, um die
liegengebliebenen Ahren zusammenzuraffen.
BILD
-
Ernestrick
(zum Garbenbinden)
BILD
F
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
Farren
[fɔn]: Zuchtbulle
-
Faselochs
['fasɘl-ʔoks]:
Zuchtbulle
-
Federvieh
['fɛŕɐ-fe:]: vor
allem Hühner
-
Feld:
landwirtschaftlich genutzte Fläche (im Unterschied zum einzelnen Acker,
Wiese, Wald)
-
Felge
[fɛljɘ]: äußerer Teil des Rads,
auf dem der Reifen sitzt
-
Flachs
[flɔgs]: Gespinnstpflanze,
Rohstoff für Leinen
-
Flachsgraben
['flɔgs-grɔ:vɘ]:
Graben, in dem Flachs eingeweicht wurde
-
Frauchen
['fra:ʅɘ]: die alte
Frau in der Familie, Großmutter, Altbäuerin
-
Frucht:
Getreide
-
Futterküche:
Raum für die Futterzubereitung, auch für Milchwirtschaft genutzt
-
Fuhre:
eine Wagenladung voll und Transport derselben
-
Fuhrwerk:
Wagen mit Gespann
-
Furche
[fɔɐʅ]: die gerade Reihe oder
Rinne, die der Pflug in der Erde hinterlässt
G
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
Garbe
['gɔ:ɐvɘ]: neuerer
Ausdruck für Buschel (Bund Getreide)
-
Gaul:
Pferd
-
Gebiss:
zwei mit Gelenken verbundene Eisenstangen im Pferdemaul, zum Befestigen
der Leine
-
Geiß
[ga:s]: Ziege
-
Geißel
['ga:sɘl]: Peitsche
-
Geißelriemen
['ga:sɘl-ri:mɘ]:
Peitschenschnur
-
Geißelstecken
['ga:sɘl-ʃdɛgɘ]:
Peitschenstiel
-
Gemarkung:
gesamtes Umland, das zu einer politischen Gemeinde gehört
-
Gerste
[gɛ:ɐʃd]: (Getreideart)
-
Gescheid
[gɘ'ʃa:d]: Hohlmaß
für Getreide (2 ℓ)
BILD
-
Geschirr
[gɘ'ʃɛɐ]:
-
Getreideableger: Art Gabel, mit der man auf
der Mähmaschine die abgeschnittenen Garben beiseiteschob
BILD
-
Gewann:
Flur, Teil der Gemarkung
-
Gewicht:
geeichtes Metallstück zum Bestimmen des Gewichts mit Hilfe der Waage
BILD
-
Gickel:
Hahn
-
Glattwalze
(zum Festdrücken der Saat)
-
Gelege
[gleg]: mit der Sichel
zusammengeraffte, zum Binden bereitgelegte Garbe
-
gelegen
[glegɘ]: geschnittenes Getreide
mit der Sichel zusammenraffen
-
Glucke:
Henne mit Jungen
-
Grabschippe:
Spaten
-
Grindel
['griŋɘl]: Stange,
die Hinter‑ und Vorderteil des Pflugs verbindet
-
Grotzen:
-
Grotzenmesser
(zum Abhacken der Rübenblätter)
BILD
-
Grotzenschneider
(zum Abhacken der Rübenblätter)
BILD
-
Grubber:
Art Rechen mit großen Zinken zum Zerkleinern der Schollen; Handgerät und
pferdegezogene Maschine
-
Grummet:
zweite Grasernte
-
Gummer:
Gurke
H
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
haar:
Fuhrmannsruf "nach links!"
-
Hächse
['he:sɘ, 'hesɘ]:
die starke Sehne am Hinterfuß des Schweins
-
Hächsenholz
['he:sɘ- / 'hesɘ-holds]:
Stange, die zwischen Knochen und Sehne der Hinterbeine gesteckt wird,
damit man das Schlachttier aufhängen kann)
-
Hackklotz:
Holzklotz als Unterlage fürs Holzspalten
-
Hackpflug:
für Rüben BILD
-
Häcksel:
kleingeschnittenes Stroh
-
Häckselmaschine
(schneidet mit einem rotierenden Rad Stroh klein)
-
Haber
['havɐ]: Hafer
(Getreideart)
-
Halfter:
Riemen um den Pferdekopf
-
Halm:
Stengel der Getreidepflanze
-
Handvoll
['hɔmbfɘ:l,
'hɔmbɘl]: Art Maß
-
Handwagen:
nach Art des großen Ackerwagens aus Holz gemacht
BILD
-
Häufelhacke
(mit abgewinkeltem Eisen)
-
häufeln:
über jeder Kartoffelreihe einen kleinen Wall machen (mit der Hacke oder
dem Häufelpflug)
-
Häufelpflug
(zum Häufeln von Kartoffeln)
-
Haupt
[ha:bd],
Häuptchen ['ha:bʅɘ]:
Salatkopf
-
Herrchen
['hɛ:ɐʅɘ]: der alte
Mann in der Familie, Großvater, Altbauer
-
Heu
[ha:]: erste Grasernte im
Frühsommer
-
Heugabel
(zum Wenden oder Aufladen von Heu)
BILD
-
Heurechen
(ganz aus Holz, zum Zusammenrechen des Heus,
BILD); auch pferdegezogene Maschine
-
Hinkel:
Huhn
-
Hippe
[he:b]: Hackmesser für Holz
BILD
-
Hofreite
['hovɐd]: Bauernhof
mit allen Gebäuden
-
hoit:
Fuhrmannsruf "nach rechts!"
-
Holler:
Holunder
-
Hördchen
['hɛɐdʅɘ]:
herausnehmbare Vorder‑ und Hinterwand beim Handwagen
-
Horde:
kastenartiges Gestell, in dem man Äpfel oder Kartoffel aufbewahrt
-
hüa
[juɐ]: Fuhrmannsruf "vorwärts"
-
huf:
Fuhrmannsruf "zurück!"
-
Hufeisen (schützt den Pferdehuf)
BILD
-
hüü:
Fuhrmannsruf "halt!"
I
A
B
C
D
E
F
G
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K
L
M-Z
J
A
B
C
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K
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M-Z
K
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M-Z
-
Kappes:
Weißkraut
-
Karst
[kɔ:ɐʃ]: Hacke mit zwei oder
drei Zinken
BILD
-
Kartoffelgabel
(zum Aufnehmen von Kartoffeln)
BILD
-
Kartoffelkandel:
Rutsche zum Kartoffeleinbringen in den Keller
-
Kartoffelquetsche
[‑kvɛtʃ]
-
Kartoffelleier:
Gerät zum Zerkleinern von Futterkartoffeln
-
Kartoffelpflug
(zum Auszackern)
-
Kartoffelstampfer
(zum Kleinstampfen gekochter Futterkartoffeln)
-
Kartoffelwäscher,
‑schöpfer (Art Sieb mit langem Stiel, holt
die gewaschenen Kartoffeln aus dem Wasser)
BILD
-
Kastenwagen:
hölzerner Vagen mit geschlossenem Kasten
-
Kaute:
Erdgrube
-
Keil
(aus Eisen oder Holz zum Reißen)
BILD
-
Kessel:
großes, unten rundes Kochgefäß
-
Klafter
['glo:fdɐ]:
Längenmaß (2,50 m)
-
klappern:
knallen mit der Peitsche
-
Klaue
['glo:ɘ]: Rinderhuf
-
Klauenschneider
['glo:ɘ-ʃnaeŕɐ]:
Mann, der den Rindern die Hufe beschneidet
-
Kleie:
beim Mahlen übriggebliebene Reste der Schale vom Getreidekorn, dient als
Viehfutter
-
Knebel
['gnevɘl]:
längliches Holzstück am Ernstrick
-
Knecht
['gnɛ:ʅd]:
landwirtschaftlicher Arbeiter, der sich für ein Jahr gegen freie Kost und
Wohnung und einen geringen Jahreslohn verdingte
-
Korbflasche:
große Flasche, die durch einen Korb geschützt ist, für Obstwein
-
Korn:
-
einzelner Getreidesame
-
Roggen (Getreideart)
-
Krake
['gro:gɘ]: Granne,
Haar an der Getreideähre
-
Krappen:
Gabel mit abgewinkelten Zinken, für Mist oder Kartoffelernte
BILD
-
Kringen:
gepolsterter Ring für Kopflasten
-
Kratze,
Krätzchen: Art Hacke für Unkraut
-
Kraut:
die grünen Teile der Pflanze; Kohl
-
Kringe: Kissen, das man unter Kopflasten
legte BILD Kopflast |
Kringen
-
Kuh:
weibliches Rind, das schon gekalbt hat
-
Kummet:
gepolsterter Ring um den Hals des Zugtieres, an dem Deichsel und Stränge
befestigt sind BILD
Pferdekummet |
Kuhkummet
-
Kumpf
['kumb]: Hohlmaß für
Getreide (8 ℓ)
BILD
L
A
B
C
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K
L
M-Z
-
Lake
[lag]: Salzwasser zum Einpökeln
-
Lakefass
['lag-fas]: Fass zum
Einlegen von Schinken
-
Längwied
['leŋ-vid]:
Längsstange, die Vorder‑ und Hinterachse verbindet
-
Latwerge
[lad'vɛjɘ]: Zwetschenmus, auch
aus Zuckerrüben
-
Latwergerührer:
Holzkonstruktion zum Umrühren von Latwerge im Kessel
-
Leier:
-
Leine
[lɔen]: Zügel, Lederriemen, mit
denen der Fuhrmann die Pferde lenkt
-
Leinsamen
['lɔeso:mɘ]: Samen
der Flachspflanze, zur Ölgewinnung
-
Leiter
[la:dɐ]:
-
Leiterwagen
['la:dɐ-vɔuɘ]:
hölzerner Wagen mit seitlichen "Leitern"
-
lesen:
Kartoffeln ernten
-
Leuchse
[le:s]: hölzerne Stütze für die
Hinterrunge, wird an der Hinterachse befestigt
-
Leuchsenring
['le:sɘ-riŋ]: Art
Ring, mit der die Leuchse an der Achse befestigt wird
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