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Das Ereignis (z.B. Auszug aus Ägypten)
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mündliche Überlieferung (Lieder, Geschichten; Gesetze)
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erste schriftliche Aufzeichnungen
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weitere mündliche Überlieferung, auch des inzwischen
Geschehenen; schriftliche Königschroniken; Lesebücher für die
Beamtenausbildung
später Aufzeichnungen weiterer Geschichten
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ab 950
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ältester erhaltener Bibelspruch: Der aaronitische Segen auf
einem Schmuckstück
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7er Jahrhundert
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Aufzeichnung der Prophetenworte,
z. T. durch die Propheten selbst, z. T. durch Schüler
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ab 700
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Buch Mose
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vor 622
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1.-4. Mose in den Grundzügen
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ab 580
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Im Exil Sammlung und Bearbeitung der geschichtlichen
Tradition
(Josua bis 2. Könige)
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5er Jahrhundert
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5 Bücher Mose fertig
gültig als heilige Schrift
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um 460
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auch andere Bücher gelten als "heilig"
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Übersetzung der Thora ins Griechische für die
Bibliothek in Alexandria, später auch die anderen hebräischen Bücher
Die griechische Bibel (Septuaginta) geht von einem abweichenden hebräischen
Text aus und enthält auch original griechische Schriften (= heutige
Apokryphen).
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300-130
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In den Höhlen von
Qumran wurden die
ältesten Bibelhandschriften deponiert (Jesaja-Rolle; Fragment von Markus?)
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200 v.-68 n-Chr.
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Jesus legt die Grundlage für das NT
Die Sadduzäer und Samaritaner erkennen nur die Thora an,
die Pharisäer und Jesus das ganze heutige AT als heilige Schrift.
Aber noch im NT ist nicht ganz klar, welche Schriften als heilig anzusehen
sind.
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30 n. Chr.
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Abfassung der NT-Schriften auf griechisch
Die Christen (auch Jesus?) benutzen die griechische Bibel
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50-150
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Die Apostelbriefe werden von den Empfängern in den
Gemeindeversammlungen öffentlich vorgelesen und an andere Gemeinden
weitergegeben.
Auch Abschnitte der Evangelien werden vorgelesen.
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Nach der Zerstörung des Tempels stellen jüdische Gelehrten
fest, was zum AT
gehört
(Synode von Jabne = Jamnia)
Maßgeblich ist jetzt die hebräische Bibel. Die griechische ist seitdem für
Juden verboten.
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80-90
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Seitdem gelten strenge Maßstäbe für die Abschriften.
Jüdische und christliche Gelehrte setzten von Zeit zu Zeit fest, welches die
von nun an maßgebliche Abschrift sein sollte; alle anderen durften nicht mehr
benutzt werden.
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Der Ketzer Marcion beruft sich in Rom auf das
Lukasevangelium und die Paulusbriefe als heilige Schrift (erster bekannter
Versuch, ein NT zusammenzustellen).
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um 150
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Wahrscheinlich als Reaktion auf Marcion werden von einem
Unbekannten die Bücher des NT zusammengestellt, u. zw. ungefähr im heutigen
Umfang.
Aber erst Mitte des 4er Jahrhunderts stellen kirchliche Autoritäten endgültig
fest, was zum NT gehört.
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150 / 360
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Ulfila übersetzt Teile der Bibel ins Gotische (erste
germanische Übersetzung)
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360-80
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Lateinische Bibelübersetzung durch Hieronymus, der nicht
nur den griechischen, sondern auch den hebräischen Text zu Grunde legt
(Psalmen zweimal übersetzt)
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um 400
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Der Syrer Tatian fasst die vier Evangelien in einer
Evangelienharmonie zusammen, die Nachwirkungen bis in die heutige Zeit hat.
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5er Jahrhundert
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Der angelsächsische Gelehrte Alkuin legt am Hof Karls des
Großen in Aachen den richtigen Wortlaut der lateinischen Bibel fest,
maßgeblich fürs ganze Mittelalter
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um 800
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althochdeutsche Übersetzung des Tatian in Fulda
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um 830
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altniederdeutsche Nachdichtung des Tatian im "Heliand"
(Stabreim "Herz / Hand"))
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Otfried von Weißenburg fasst den Tatian in althochdeutsche
Verse
(erstmals der Endreim "Herz / Schmerz" angewandt).
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863-871
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Andere Bibelteile werden ins Althochdeutsche übersetzt.
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Jüdische Gelehrten (Massoreten)
legen in Babylonien und Palästina den richtigen Wortlaut der hebräischen Bibel
fest und erfinden die Vokalzeichen.
Alle heutigen hebräischen Bibeln beruhen auf dieser Arbeit.
Dagegen benutzen die Samaritaner eine ältere Fassung der Thora ohne Vokale.
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genaue Abschriften des richtigen Wortlautes
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maßgebliche Abschrift für den heutigen hebräischen Text
(Codex Leningradensis)
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1088
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Nachdichtung der biblischen Geschichte auf
Mittelhochdeutsch: "Die Erlösung"
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1300/1320
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Deutsche Bibelübersetzungen aus dem Lateinischen
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seit 13er Jh.
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Erste gedruckte Bibel (lateinisch, Gutenberg)
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1452-55
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Nach dem Fall Konstantinopels bringen griechische Gelehrte
ihre Kenntnisse nach Italien. Dadurch wird in Westeuropa wieder die
griechische Bibel bekannt.
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1453
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Luthers deutsche Bibelübersetzung aus dem hbr. und griech.
Urtext
Er versucht die Bibel in geläufiges Deutsch zu fassen ("den Leuten aufs Maul
schauen"),
- arbeitet im Team,
- ordnet die original griechischen Schriften des AT als "Apokryphen" ein.
- ordnet die Schriften des NT anders an (Hebräer und Jakobus weiter nach
hinten),
- hat bis zu seinem Tod die Übersetzung immer wieder überarbeitet
- und legt dies auch der Nachwelt ans Herz.
Luthers Bibelübersetzung wird Vorbild für die neuhochdeutsche Schriftsprache.
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ab 1521
(Erstausgabe des NT)
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Gleichzeitig übersetzt Zwingli in Zürich die Bibel
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ab 1524
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weitere deutsche Übersetzungen (z.B. Zinzendorf NT 1739)
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Entdeckung alter Bibelhandschriften im Orient
Christliche Gelehrte arbeiten bis in unsere Zeit an verbesserten
Urtextausgaben, auf denen alle neueren Bibelübersetzungen beruhen.
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seit dem 18er Jahrhundert
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Mehrere Revisionen der Lutherbibel (1912; 1956/63;
1975; 1984)
moderne Bibelübersetzungen:
jüdisch: Buber-Rosenzweig (sehr genau, 1926/62)
modern: Die gute Nachricht (seit 1968)
Hoffnung für alle (um 1990)
ökumenisch / katholisch: Einheitsübersetzung (seit 1974)
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19er Jahrhundert
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