Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen

Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke

Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

Lied

Email:

   

1. Un alleweil rappelt's am Scheierdoor, und alleweil rappelt's am Haus, /: un alleweil stäiht moĩ lieb Schätzle drauß, Schätzle draus, alleweil muss ich mol 'naus. :/
2. Un bischt de dann gor nit moĩ liewer Schatz, un bischt de dann gor nimmäih moĩ? Ich häb dich doch immer sou trei geliebt, soll des dann nimmäih sou soĩ?
3. Un Agelcher hot se so wunnerbor, wann se blicke vun fern, wie e Karfunkel im Ouweloch und wie Licht in der Ladern!
4. Ei, is des Mädel dann gor sou reich, weil se' es Geriß sou hot? Ich muß emol zu soĩm schäi Vadder gäih', muß emol säih', wos er hot!
5. Sie hot jo nix wie e kloa Heisele un e schäi Gärdel debai: Die Brennessel wochse zum Fenschter noi, weil jo koĩ Scheiwe dro soĩ.

(aus dem südlichen Odenwald, Alleweil)

 

1. Und alleweil rappelt's am Scheuertor, und alleweil rappelt's am Haus, /: und alleweil steht mein lieb Schätzchen drauß, Schätzchen draußen, alleweil muss ich mal hinaus. :/
2. Und bist du denn gar nicht mein lieber Schatz, und bist du dann gar nimmer mein? Ich hab dich doch immer so treu geliebt, soll das den nimmer so sein?
3. Und Äugelchen hat sie so wunderbar, wenn sie blicken von fern, wie ein Funken im Ofenloch und wie Licht in der Laterne!
4. Ei, ist des Mädchen denn gar so reich, weil sie man das Geriss so hat (sie umwirbt)? Ich muss einmal zu seinem schönen Vater gehen, muss einmal sehen, was er hat!
5. Sie hat ja nichts wie ein kleines Häuschen und ein schönes Gärtchen dabei: Die Brennnessel wachsen zum Fenster hinein, weil ja keine Scheiben dran sind.

 

Variante zu 4+5 (aus Geh mir nicht über mein Äckerchen)

2. Maadche, woas seist dau su engebild’, ... Maadche, woas seist dau su stolz, Maanst, weil Dein Babbe de Schubkerr’n fiehrt, .., un Dei Mamme träht Holz ...

3. Saist de daa goarnit mei Läiwesje, ... saist de daa goarnit mie mei’? Aich huu Daich immer su fruh gehoatt, fruh gehoatt, soll des daa goarnit mieh sai’? Aich huu Daich immer su fruh gehoatt, fruh gehoatt,

2. Mädchen, was bist du so eingebildet, Mädchen, was bist du so stolz. Meinst, weil dein Papa den Schubkarren fährt und deine Mama trägt Holz.

3. Bist du denn gar nicht mein Liebeschen. Bist du denn gar nicht mehr mein. Ich habe dich immer so *treu gehabt, soll das denn gar nicht mehr sein?"
                 Aus dem Westerwald Web
                 "Fruh" ist verderbt statt "*treu."

 

 

Times New Roman 5.01

Wörter

Zeichen

nach oben

Übersicht

 

 

 

Datum: 1968-2009

Aktuell: 09.02.2019