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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Märchen erklärt

König Drosselbart

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I. Inhalt

Grimm, Kinder- und Hausmärchen (1812/15) 52

  • Eine Königstochter hat an jedem Heiratkandidaten was auszusetzen. Einen König, "dem das Kinn ein wenig krumm gewachsen war" verspottet sie als "Drosselbart."
    Der Vater ist wütend zu sagt, er will sie dem nächstbesten Bettler zur Frau geben. Der lässt nicht lange auf sich warten, ein Spielmann nimmt sie mit in seine ärmliche Hütte. Dort soll sie Hausarbeit machen, von der sie keine Ahnung hat. Ihr Mann schickt sie auf den Markt Geschirr verkaufen, da komm ein betrunkener Husar und zerdeppert ihr das Geschirr. Ihr Mann verschafft ihr schließlich eine Stelle als Küchenhilfe im Schloss. Sie bringt abends in zweit Töpfchen Essensreste mit nach Hause.
    Bei der Hochzeit des Königssohns ist sie wieder in der Küche. Der Bräutigam bittet sie zum Tanz, das fallen die Töpfen auf dem Boden und alles lacht. Sie erkennt im Bräutigam den "König Drosselbart. Er erklärt ihr, dass er das alles getan habe, um ihren stolzen Sinn zu beugen. Dann heiraten sie und alles wird gut.

II. Versionen

Coronedi-Berti, No. 15, La Fola d' Brisla in Barba 'Das Märchen vom Brösel im Bart' (aus dem Englischen)

  • Die Königstochter Stella hat an jedem Heiratskandidaten etwas auszusetzen, aber einer gefällt ihr. Sie findet aber auch an ihm etwas auszusetzen: Er hat nach dem Essen einen Krümel im Bart. Das sagt sie so laut, dass der junge Mann es hört. Er ärgert sich und beschließt sich zu rächen.
    Gegenüber von Stellas Fenster ist eine Bäckerei, dort singt jemand in der Nacht so schön, dass sich Stella für den Sänger interessiert. Sie verliebt sich in ihn, sie lernen sich kennen. Er will sie heiraten. Er bringt sie in eine erbärmliche Unterkunft. Er verschafft ihr eine Stelle als Waschfrau im Schloss und zwingt sie ein paar Hemden zu stehlen. Als König verkleidet erwischt er sie. Sie erzählt zu Hause, was geschehen ist, aber er zwingt sie, in der Küche Teig zu stehlen. Wieder wird sie erwischt und sagt, sie würde lieber sterben als nochmals in den Palast gehen. Sie muss trotzdem wegen der Hochzeit des Königsohns in der Küche beim Abwasch helfen, dabei einen Topf Fleischbrühe stehlen und unter dem Rock verstecken. Der Königsohn kommt in die Küche und holt sie in den Festsaal. Der König stößt mit dem Schwert nach ihr und zerbricht den Topf, die Soße fließt auf den Boden. Alles lacht. Stella ist für ihren Hochmut bestraft, wird als Königin ausstaffiert und ist jetzt die Braut.

   

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Übersicht

 

Namenserklärung

Sprachecke 05.04.2016

 

Datum: 2013

Aktuell: 09.02.2019