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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Märchen erklärt

Vom Fischer und seiner Frau

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1. Inhalt

Ein erfolgloser Fischer und seine Frau leben unter erbärmlichen Bedingungen. Eines Tages hat der Fischer einen Fisch an der Angel, der sprechen kann. Der Fischer lässt ihn wieder frei und geht nach Hause. Die Frau meint, in diesem Fall hätte er sich doch ein anständiges Haus wünschen können. Sie schickt den Mann noch einmal ans Wasser, er ruft den Fisch und wünscht sich ein Haus. Wie er zurückkommt, ist der Wunsch erfüllt. Die Frau gibt sich nicht damit zufrieden, wünscht sich ein immer größeres Gebäude und immer größere Macht. Schließlich ist sie Papst und gibt sich immer noch nicht zufrieden. Als sie den Wunsch äußert, wie Gott zu werden, finden sich beide am Ende wieder da, wo alles angefangen hat.

2. Versionen

a. niederdeutsch

nach Philipp Otto Runge, Pommern:

mit unwesentlichen Unterschieden. Das Paar wohnt ursprünglich in einem Pisspott. Der Fisch ist ein Butt und der Fischer ruf ihn mit dem Spruch: "Mandje! Mandje! Timpe Te!, Buttje! Buttje in de See! Mine Fru, de Ilsebill, Will nich so, as ick wol will."

1890 (Pommern) Jahn, Ulrich, Märchen und Sagen, Volksmärchen aus Pommern und Rügen, 42. Dei Fischer un syne Fruu, Parallelüberlieferung zu Runge, nur dass der Fisch ein Hecht ist.

b. hochdeutsch:

6. Deutung

Eine Beispielerzählung, die vor maßlosen Ansprüchen warnt und illustriert, dass Hochmut vor dem Fall kommt.
Der einfache Handlungsfaden reizt geradezu zur eigenen Ausgestaltung.

   

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Übersicht

 

Sprachecke 02.07.2013

 

Datum: 2013

Aktuell: 09.02.2019